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Theodor W. Adorno, Walter Benjamin
Theodor W. Adorno – Walter Benjamin: Briefwechsel

Gelesen von Martin Wuttke und Hanns Zischler, kommentiert von Henri Lonitz

Bearbeitung: Vera Teichmann

Regie: Harald Krewer

3 CDs mit Booklet

Speaklow 2006

ISBN: 978-3-940018-00-7

„Wir kamen damals zusammen, wie zwei Intellektuelle, die am selben Knochen nagen”, so erinnert sich Theodor W. Adorno im Rückblick an seine erste Begegnung mit Walter Benjamin 1923 im Frankfurter Café Westend. Als Fortsetzung ihrer Gespräche entwickelt sich ein Briefwechsel, der intensiviert wird durch die Lebensbedingungen des Exils: Benjamin, der Deutschland im Jahr 1933 verlassen muss, lebt ab 1934 in Paris; Adorno gelingt, mit einer Zwischenstation in England, 1938 die Auswanderung nach Amerika. Ihre Briefe aus dieser Zeit kreisen um die verbindliche theoretische Darstellung jener Grund legenden Erfahrungen der bürgerlichen Kultur, die mit dem Faschismus unwiederbringlich verloren gingen. Die Kritik, die Benjamin und Adorno wechselseitig an ihren Arbeiten übten, ist Zeugnis für die Unbedingtheit, mit der sie, aller Sicherheiten enthoben, an einer großen gemeinsamen theoretischen Aufgabe arbeiteten. Doch die Solidarität ist auch eine praktische: Der finanziell stets besser gestellte Adorno bemüht sich mit allen Mitteln, Benjamins Lebensunterhalt zu sichern und ihm schließlich zu einem Affidavit zu verhelfen, das ihm die Einreise in die USA ermöglichen sollte. Letzteres gelingt nicht: Benjamin stirbt am 25. September 1940 an einer Überdosis Morphium in Port Bou, nachdem spanische Grenzsoldaten ihm die Durchreise verwehrten und Benjamin ins besetzte Frankreich zurückgeschickt zu werden drohte.

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