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Ljuba Arnautovic
Onkel Slavko. Ein Protokoll

Mit: Vera Borek, Petra Morzé, Florian Teichtmeister, Michael König, Joachim Meyerhoff u.a.

Regie: Harald Krewer
54’25
Österreichischer Rundfunk / Deutschlandradio Kultur 2005

Hörbeispiel (MP3|01:55 min)

Nach dem Bürgerkriegsfebruar 1934 in Österreich müssen Sozialisten und Kommunisten sich selbst und ihre Kinder in Sicherheit bringen. Slavko ist 13 Jahre alt, als er von Prag aus in einem geschmückten Sonderzug zusammen mit etwa 120 Kindern nach Moskau gebracht wird – ins gelobte Land, in eine Welt, vermeintlich frei von Faschismus und dem Diktat des Kapitals. Slavko ist 20 Jahre alt, als er ohne Grund verhaftet, verhört und ermordet wird. Jahrzehnte später hat seine Nichte Ljuba Arnautovic die Verhörprotokolle aus dem Moskauer Archiv gehoben und ins Deutsche übersetzt. Sie geben Einblick in eine geradezu kafkaesk anmutende Vernichtungsbürokratie, der Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Am 24. Februar 2006 hätte sich Slavkos Geburtstag zum 85. Mal gejährt.
Ljuba Arnautovic, geb. 1954 in Kursk, lebt in Wien, arbeitet für den ORF, gestaltete zuletzt eine vierteilige Reihe über den sowjetischen Komponisten Isaak Dunaevskij.

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